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Den Tag lesen · Mittwoch

Wer an deine Tür kam

7 Min. · Stimme Leon · Mk 1,32–33

Am Abend stand eine ganze Stadt vor der Tür Jesu. Heute Abend bringst du ihm die Gesichter deines Tages.

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Als es Abend geworden und die Sonne untergegangen war, brachte man alle Kranken zu Jesus. Und die ganze Stadt war vor der Tür versammelt.

Guten Abend. So erzählt es Markus. Ein ganzer Ort steht am Abend vor einer Tür, mit allem, was er den Tag über mitgeschleppt hat. Heute Abend darfst du dich dazustellen.

Mach es dir bequem. Lass den Atem kommen und gehen, ohne ihn zu steuern.

Vielleicht klingt noch ein Gespräch von heute in dir nach. Das darf mitkommen. Wir schauen es gleich zusammen an.

Gott, heute sind mir viele Menschen begegnet. Ich bringe sie dir.

Die Frage für heute Abend ist: Wer ist mir heute begegnet? Und wo warst du, Gott, in diesen Begegnungen?

Geh den Tag durch, Stunde um Stunde, und lass die Gesichter auftauchen. Die im Büro, im Zug, am Telefon, zu Hause am Tisch. Auch die, die du nur kurz gesehen hast.

Wo war heute ein Geschenk? Welche Begegnung hat dir gutgetan? Vielleicht ein kurzer Satz an der Kasse. Oder jemand, der zugehört hat, als du es gebraucht hast.

Danke, Gott, für diesen Menschen. Segne ihn heute Nacht.

Und wo hat dich eine Begegnung gestreift? Jemand, der dich verletzt hat, oder den du verletzt hast. Vielleicht auch jemand, an dem du vorbeigegangen bist, obwohl er dich gebraucht hätte.

Stell diesen Menschen jetzt in Gedanken vor die Tür, an der Jesus steht. Du musst nichts erklären. Nur hinbringen.

Frag Gott: Was willst du mir mit diesem Menschen sagen?

Wenn es jemand war, mit dem du gerade im Streit bist, versuch einen einzigen guten Wunsch für ihn. Auch wenn er dir schwerfällt. Zum Beispiel: Gott, schenk ihm heute Nacht einen ruhigen Schlaf.

Und dann leg in seine Hand, was du selbst nicht lösen kannst. Ein Konflikt, der morgen weitergeht. Die Nachricht, auf die du nicht geantwortet hast.

Ein Vorsatz: Wenn dir ein Mensch von heute nachgeht, schreib ihm morgen eine kurze Nachricht. Zwei Sätze genügen.

Herr, ich gebe dir diesen Mittwoch zurück, mit allen Menschen darin. Du kannst mit ihnen mehr anfangen als ich.

Danke, Gott, für alle Gesichter dieses Tages. Auch für die, an die ich mich schon nicht mehr erinnere.

Bleib bei uns, Herr, denn es will Abend werden. So haben die zwei Jünger in Emmaus gebetet. Bleib bei mir heute Nacht. Und bei allen, denen ich heute begegnet bin.

Gott segne dich und alle, die dir heute über den Weg gelaufen sind. Er wache über euren Schlaf, wo immer ihr heute Nacht liegt. Amen.

Gute Nacht.