
Für Kinder · Abend
So viele Sterne
7 Min. · Stimme Lana · Gen 15,5
Gott führt Abraham nachts aus dem Zelt und zeigt ihm den Sternenhimmel. Ein Abendgebet über das Staunen und darüber, dass Gott jeden Einzelnen kennt.
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Hallo. Schön, dass du da bist. Leg dich so hin, wie es für dich am gemütlichsten ist. Vielleicht auf die Seite. Vielleicht auf den Rücken. Zieh die Decke zurecht.
Und jetzt mach die Augen zu.
Wir atmen zusammen. Einatmen, dein Bauch wird ein runder Ballon.
Ausatmen, ganz langsam. Die Luft geht wieder hinaus.
Noch einmal. Ein.
Und aus.
Und ein drittes Mal, ganz leise.
Lass deine Schultern sinken. Deine Hände werden weich. Das Bett trägt dich.
Vor langer Zeit lebte ein Mann, der hiess Abraham. Er wohnte in einem Zelt, mit seiner Frau Sara, mit Schafen und Ziegen und Kamelen.
Abraham und Sara hatten keine Kinder. Darüber waren sie traurig. Und sie waren schon alt.
Eines Nachts hat Gott zu Abraham gesagt: Komm heraus aus dem Zelt. Abraham ist hinausgegangen. Draussen war es still und kühl. Über ihm der Himmel, schwarz und tief.
Und da waren Sterne. Ganz viele. Kleine und grosse, helle und schwache. So viele, wie man sie nur sieht, wenn keine Lampe brennt.
Gott hat gesagt: Schau zum Himmel. Zähl die Sterne, wenn du kannst.
Abraham hat vielleicht angefangen. Eins, zwei, drei. Aber es ging nicht. Es waren zu viele.
Da hat Gott gesagt: So viele Kinder und Enkel wirst du einmal haben. So viele, wie Sterne am Himmel stehen.
Und Abraham hat Gott geglaubt.
In einem Psalm steht, dass Gott jeden Stern mit Namen ruft. Und deinen Namen kennt er auch.
Jetzt schauen wir auf deinen Tag. Stell dir vor, jeder schöne Moment von heute ist ein kleiner Stern. Welche Sterne leuchten in deinem Tag? Ein Freund, der neben dir sass. Oder ein Bild, das dir gelungen ist.
Gab es heute auch etwas Dunkles? Etwas, das wehgetan hat?
Auch das darf jetzt bei Gott sein. Er kennt den dunklen Himmel, und er kennt die Sterne darin.
Denk an einen Menschen, den du gern hast. Vielleicht wohnt er weit weg. Er schaut in denselben Himmel wie du.
Jetzt beten wir zusammen. Sprich leise mit, Satz für Satz. Lieber Gott, du hast die Sterne gemacht. Du kennst jeden einzelnen. Du kennst auch mich. Danke für die hellen Momente heute. Bleib bei mir in der Nacht. Amen.
Über deinem Haus stehen jetzt die Sterne. Auch wenn Wolken davor sind, sie leuchten.
Gott segne dich und behüte dich. Er wacht über dir, die ganze Nacht.
Gute Nacht.